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29.08.2022 News

Energielösungen mit EFOY Wasserstoffbrennstoffzellen – Die Stromerzeuger für den modernen Katastrophenschutz

Klimaneutral, unterbrechungsfrei, flexibel – EFOY Brennstoffzellen machen den Unterschied und sind stationär oder mobil eingesetzt eine unverzichtbare Energiequelle im Katastrophenschutz.

Eine Minute ist eine Ewigkeit. Jeden Tag werden binnen einer Minute etwa 210 Millionen E-Mails verschickt und knapp 600 neue Internetseiten veröffentlicht. Marita Koch, legte die 400 Meter-Distanz 1985 sogar in nur 48 Sekunden im Sprint zurück (nach wie vor Weltrekord) und ein Specht schafft es in einer Minute, mehr als 1.000 mal mit seinem Schnabel auf einen Baumstamm einzuhämmern. Eine Minute kann zu einer Ewigkeit werden; es ist nur eine Frage der Perspektive. Vor allem dann, wenn es drauf ankommt. Ein Diesel-Generator braucht eine Minute und länger, um im Katastrophenfall die Notstromversorgung von kritischen Infrastrukturen zu übernehmen – eine Ewigkeit.

Bei Großschadenslagen in Folge von Überschwemmungen, Wirbelstürmen oder Erdbeben müssen sich Katastrophenschutzkräfte schnell einen Überblick über die Lage verschaffen und Informationen sammeln. Kommunikation ist ein Erfolgsfaktor für effektive Hilfsmaßnahmen vor Ort. Doch häufig gehen Katastrophen mit Stromausfällen einher oder Einsatzkräfte müssen in Regionen fernab des Stromnetzes agieren. Eine schnelle, effiziente und dauerhafte Energieversorgung ist unerlässlich. Für Katastrophenschutzkräfte bieten die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie neue Möglichkeiten und zahlreiche Vorteile für eine zuverlässige Stromversorgung im Einsatz.


EFOY H₂Cabinet mit erweitertem Wasserstoffvorrat bei der Wolftank Group.
Bildquelle: Wolftank Group | wolftank.com

Unterbrechungsfreie, klimaneutrale Stromversorgung. Dabei geht es nicht um eine weit entfernte Zukunftsvision oder ein wissenschaftliches Gedankenkonstrukt. Wasserstoff-Brennstoffzellen wie die EFOY Hydrogen von SFC Energy sind bereits an zahlreichen Standorten zur stationären (Ersatz-) Stromversorgung im Einsatz. Die Brennstoffzellenmodule schalten sich vollautomatisch ein und übernehmen als Notstromversorgung spätestens 20 Sekunden nach Netzausfall die Last. Mit dem H₂Genset, einem mobilen Stromerzeuger betrieben mit Wasserstoff, erhöht SFC Energy zudem die Flexibilität für Katastrophenschutzkräfte und Blaulichtorganisationen im Einsatz. Beiden Stromerzeugungslösungen, ob nun stationär oder mobil, ist zudem gemein: Sie stoßen im Gegensatz zu Dieselgeneratoren bei ihrem Einsatz keine CO₂-Emissionen aus. Die Stromversorgung funktioniert auf Basis der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie mit der EFOY Hydrogen komplett klimaneutral. EFOY Hydrogen Brennstoffzellen beruhen auf der PEM (Polymerelektrolytmembran)-Technologie. Sie produzieren Energie aus dem Betriebsstoff Wasserstoff, ergänzt um Sauerstoff aus der Luft. Hierbei wird Wasserstoff direkt in Strom umgewandelt. Als Nebenprodukt entstehen lediglich Wasserdampf und Abwärme. Gegenüber einem konventionellen Dieselgenerator spart so zum Beispiel eine fünf Kilowatt (kW) Wasserstoffbrennstoffzellen-Energielösung bis zu 45,6 Tonnen CO₂ bei einem angenommenen jährlichen Bedarf von 43.800 Kilowattstunden (kWh) ein. Dies entspricht der Fahrleistung eines dieselbetriebenen Pkw von etwa 250.000 Kilometern.

Ein weiterer Vorteil von Brennstoffzellen ist der geringe Wartungsaufwand. Sie verfügen über weitaus weniger bewegliche Teile als Diesel-Generatoren, was den Verschleiß auf ein Mindestmaß reduziert und den Lebenszyklus der Aggregate im Vergleich maximal verlängert. Dank der geringeren Wartungsintervalle und der unterbrechungsfreien Übernahme der Stromversorgung sind Brennstoffzellen die ideale Lösung, um eine Vielzahl von Endgeräten oder komplette Anlagen zuverlässig und emissionsfrei über mehrere Tage autark zu betreiben. Dabei arbeiten sie weitaus leiser und können aufgrund der klimaneutralen Stromerzeugung sogar in ökologisch sensiblen Bereichen wie Naturschutzgebieten zum Einsatz kommen. Bei Diesel-Aggregaten kommen zur umweltschädlichen CO₂- und Feinstaub-Emission die Lagerproblematik des fossilen Brennstoffs hinzu. Der Dieselbestandteil Paraffin kann bereits bei niedrigen Plusgraden im Verlauf der Zeit Flocken bilden, welche zu Verstopfungen in Leitungen, Filtern oder Pumpen des Generators führen können. Dies ist bei der EFOY Hydrogen ausgeschlossen. Sie arbeitet mit einem höheren Wirkungsgrad sogar bei widrigsten Umgebungs- und Witterungsbedingungen.

Zahlreiche Anwendungsbereiche. Ebenso zahlreich wie die Vorteile der EFOY Hydrogen-Lösungen sind ihre Einsatzmöglichkeiten. Sicherheitsrelevante Anwendungen wie zum Beispiel aus den Bereichen Mobilfunk und der Energie-, Gas- und Wasserversorgung zählen ebenso zu den kritischen Infrastrukturen wie der Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Er ist ein perfektes Beispiel für netzferne Ersatz- und Notstromversorgung für (semi-) stationäre Systeme. Bei einem längerfristigen Energieausfall müssen Länder und Kommunen den Betrieb der kritischen Systeme für mindestens 72 Stunden gewährleisten. Bei der energetischen Aushärtung des BOS-Digitalfunknetzes kommen bereits Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lösungen zum Einsatz. BOS-Kräfte müssen allerdings nicht nur in Katastrophenfällen auf eine valide Stromversorgung zurückgreifen können. Auch in alltäglichen Bedrohungslagen gilt es, schnell und effizient vor Ort operieren zu können. Moderne Systeme benötigen aus diesen Gründen eine alternative Stromversorgung, um das volle Potenzial ihrer digitalen Tools uneingeschränkt nutzen zu können. Auch für diese Anwendungen sind Brennstoffzellen geeignet.

Mehr Flexibilität durch mobile und portable Lösungen. Hierfür entwickelt SFC Energy mit seinen Kooperationspartnern, der Test-Fuchs GmbH und der Auto AG Group, den H₂Genset. Es handelt sich um einen Stromerzeuger auf Wasserstoff-Basis, der als Anhängerlösung mit Straßenzulassung flexibel und zeitsparend zu jedem Einsatzort verbracht werden kann. Mit dem H₂Genset adressieren die Partner vor allem Anwenderbranchen, die bei ihrer bisherigen Energieversorgung auf Diesel-Generatoren angewiesen waren. Neben den angesprochenen Katastrophenschutzkräften und Blaulichtorganisationen eignet sich die Lösung auch für Outdoor-Festivals und Großbaustellen. Hier kann sie verschiedene Endabnehmer wie Überwachungssysteme oder die Beleuchtung mit umweltfreundlichem Strom versorgen.

Eine weitere kluge Ergänzung zum mobilen H₂Genset sind portable EFOY Brennstoffzellen. Diese kleinen, leichten und flexiblen Stromversorgungslösungen sparen bis zu 80 Prozent des mitzuführenden Batteriegewichts ein. Das ist ein gewichtiges Argument für Einsatzkräfte im Feld, die nicht nur abseits des konventionellen Stromnetzes, sondern auch häufig in unwegsamen Gelände agieren müssen. Mobile Lagekarten, GPS-Tracker, Drohnen oder multifunktionale Handhelds gehören längst zum Alltag von Katastrophenschutzteams und erweitern ihr Portfolio an wichtigen Werkzeugen. Gleichzeitig sorgen die elektronischen Endgeräte für einen steigenden Energiebedarf. EFOY Brennstoffzellen können diesen zuverlässig decken und ermöglichen in Verbindung mit Batterien eine längere Missionsdauer und ein höheres Maß an Sicherheit für Einsatzkräfte.


Portable und mobile Brennstoffzellenlösungen von SFC Energy mit Methanol als Betriebsstoff – SFC JENNY 600S und die EFOY Pro Serie.

Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Energielandschaft der Zukunft klimaneutral und dezentral aufgestellt sein muss und sein wird. Um dies zu erreichen, müssen die CO₂-Emissionen um weit mehr als 90 Prozent reduziert werden und gasförmige, dekarbonisierte Energieträger und Ausgangsstoffe zum Einsatz kommen. CO₂-neutraler Wasserstoff als Betriebsstoff für Brennstoffzellen ebnet den Weg in eine emissionsfreie, klimaneutrale Zukunft. Auf diesem Weg begleitet SFC Energy Katastrophenschutzkräfte, Blaulichtorganisationen und zahlreiche weitere Anwenderbranchen. Es gilt, die Geschwindigkeit zu erhöhen, um das Ziel der Klimaneutralität schnell zu erreichen. Denn nicht alles, was weit in der Zukunft liegt, ist eine Ewigkeit entfernt.