Comunicato stampa
Fraunhofer, die mobiletec GmbH, die SFC Energy AG und die Initiative „Satellite Navigation Berchtesgadener Land“ präsentieren die Führungsstelle der Zukunft auf der Interschutz in Leipzig
Brunnthal/München, 25. Mai 2010
Moderne Dispositions- und Ortungssysteme, innovative Energieversorgungskonzepte und mobile Roboter erleichtern künftig die Arbeit für Einsatz- und Abschnittsleiter von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Vom 07. bis 12. Juni 2010 geben Fraunhofer, die mobiletec GmbH, die SFC Energy AG und die Initiative „Satellite Navigation Berchtesgadener Land“ auf der Interschutz - der internationalen Leitmesse für Rettung, Brand-/Katastrophenschutz und Sicherheit in Leipzig - Einblick in technologische Komponenten zur Unterstützung der Führungsarbeit und deren Zusammenwirken bei großen und kleinen Einsatzlagen. Die Führungsstelle der Zukunft erwartet sie auf dem Gemeinschaftsstand B37 in Halle 1.
Die Optimierung operativer Entscheidungen und die informationslogistische Vernetzung der Führungsebenen erfolgen zunehmend mit computergestützten Systemen. Fraunhofer zeigt die Technologie "MobiKat" – Mobile Information, Kommandoarbeit und Taktik, welche eine wirksame Unterstützung bei komplexen strategischen und operativen Entscheidungen in der praktischen Gefahrenabwehr leistet. MobiKat wurde unmittelbar mit den Anwendern aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz entwickelt und verknüpft Praxiswissen, hochleistungsfähige Optimierungsalgorithmen und flexible Visualisierungsmodule. Das modular aufgebaute System befindet sich seit mehreren Jahren erfolgreich im alltäglichen Einsatz und unterstützt zudem die Bewältigung von Großschadenslagen. Auf der Messe Interschutz wird unter anderem das Zusammenwirken von MobiKat mit dem Managementsystem DISMA demonstriert. Innovative Ortungstechnologien, vor allem aber die geschickte Einbindung in die Prozesse der Einsatzführung weisen den Weg für Führungsstellen der Zukunft. Wegeverfolgung bei Rettungshunde-Einsätzen, mobile Schad- und Gefahrstoffmessungen nach technischen Unfällen oder die Suche von Vermissten nach Lawinenabgängen sind nur einige Beispiele dafür. Darüber hinaus präsentieren als wichtige Vertreter der Initiative „Satellite Navigation Berchtesgadener Land“ die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land und der Informationslogistikanbieter proTime GmbH in Kooperation mit Fraunhofer, wie das Europäische Satellitennavigationssystem Galileo in Kombination mit anderen Ortungsverfahren für derartige Einsätze genutzt werden kann. Die Darstellung aktueller Forschungsprojekte, welche nachfolgend kurz erläutert werden, ergänzt den Standauftritt. Innerhalb des Projektes Galileo SAR Lawine wird ein System entwickelt, welches die Rettung von Verschütteten in Lawinen mittels hochpräziser Ortung durch Satellitennavigation in Kombination mit anderen innovativen Lokalisierungsverfahren vereinfacht und beschleunigt. Dieses liefert genaue Angaben bezüglich der Distanz, Richtung und Tiefe von Lawinenpiepsern sowie zukünftig Mobiltelefonen und leitet die Rettungskräfte auf dem schnellsten Weg zur exakten Position der Verschütteten. Im Rahmen des europäischen Verkehrsprojekts EasyWay wurde ein System entwickelt, welches verhindert, dass sich zwei reaktionsfähige Gefahrgut-Lkw an einer Engstelle des Autobahnnetzes begegnen – DAGObert (Dangerous Goods coordination by exact road traffic management). Ziel ist es Gefahrguttransporte zu lokalisieren und zu identifizieren sowie im Falle einer potentiellen Gefahrensituation kurzfristig steuernd eingreifen zu können. SafeNav ist ein modulares Kernsystem für satellitengestützte Sicherheitsanwendungen. Eine flächendeckende Überwachung und Ortung von Gefahrguttransporten sowie das Monitoring von Einsatzkräften und Rettungsfahrzeugen sind nur zwei Anwendungsbeispiele für die Aufgaben des Standardbaukastens. Innerhalb des europäischen Forschungsprojektes G2real werden gezielt satellitennavigationsgestützte Dienste zur Kommunikation und Koordination von Rettungskräften entwickelt, die eine Durchführung von Rettungsmaßnahmen im Katastrophenfall verbessern.
Für die Lageerkundung in unwegsamem oder gefährlichem Gelände werden zunehmend mobile Roboter - teilweise autonom agierend, teilweise ferngesteuert - zum Einsatz kommen. Die mobiletec GmbH zeigt, wie Roboter mit Mess-, Video- und Lokalisierungstechnik, die ursprünglich für militärische oder auch für Forschungsanwendungen entwickelt wurden, effektiv für die zivile Gefahrenabwehr eingesetzt werden können. Konkret präsentiert die mobiletec GmbH Drohnen von Ascending Technologies, die aufgrund der 8- bzw. 12 Motoren eine höhere Nutzungslast und/oder längere Einsatzzeit ermöglichen bzw. aber auch bei einem Motorenausfall noch sicher gelandet werden können. Für den Einsatz am Boden präsentiert die mobiletec GmbH Roboter der Roboterwerk GmbH, die mit den unterschiedlichsten Systemen zur Erkundung, Manipulation, Kommunikation, Messung usw. ausgestattet werden und so die Arbeit der Einsatzkräfte einfacher und sicherer machen können.
Die SFC Energy AG, Technologie- und Marktführer für mobile und netzferne Energielösungen auf Brennstoffzellenbasis, demonstriert kommerziell verfügbare netzunabhängige Stromversorgung von Führungsstellen und Einsatzleitfahrzeugen sowie zuverlässige Lageerkundung mit EFOY-Brennstoffzellen. Die Brennstoffzellen sorgen für sichere Energieversorgung im Einsatzfall. Sie liefern Strom für die technische Ausrüstung in Fahrzeugen oder für netzferne Anwendungen mit beispielsweise Kameras oder Sensoren. Die Brennstoffzellen kommen direkt im Fahrzeug oder in mobilen Einheiten wie dem EFOY ProCube, einer wetterfesten Komplettlösung, zum Einsatz. Die Stromversorgung erfolgt vollautomatisch, ohne jeglichen Benutzereingriff, leise und emissionsfrei. Die Energiepakete werden als Autarkielieferant überall dort eingesetzt, wo eine zuverlässige und umweltfreundliche Stromversorgung fern der Steckdose gefordert ist, zum Beispiel bei Polizei- und Spezialkräften, in der Sicherheits-/Überwachungs- sowie Öl- und Gasindustrie, in der Verkehrsleittechnik bis hin zu zahlreichen netzfernen Sensor- und Messsystemen. Ihren Betriebsstoff beziehen sie aus EFOY-Tankpatronen, die wochenlang autonome Energie liefern und an über 1.500 Verkaufsstellen europaweit erhältlich sind.
Weitere Informationen zu den Partnern des Gemeinschaftsstandes der Führungsstelle der Zukunft
Fraunhofer-Allianz Verkehr (www.verkehr.fraunhofer.de)
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF (www.iff.fraunhofer.de)
Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML (www.iml.fraunhofer.de)
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK (www.ipk.fraunhofer.de)
Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI (www.ivi.fraunhofer.de)
mobiletec GmbH
Die mobiletec GmbH (www.mobiltec.biz) ist ein Systemhaus für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Wir bieten Produkte und Dienstleistungen für Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW uvm. in Deutschland, Europa und weltweit. Zusammen mit unseren Lieferanten konzipieren wir praxistaugliche Lösungen aus den Bereichen Hardware, Software und Robotik. Die mobiletec GmbH arbeitet mit verschiedenen Organisation und Unternehmen zusammen um zukunftweisende Technologie zu entwickeln und einzuführen. Die mobiletec GmbH arbeitet in verschiedenen Forschungsprojekten mit, um praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Die mobiletec GmbH hat ihren Sitz in Waging am See/Wonneberg, Deutschland.
SFC Energy AG
Die SFC Energy AG (www.sfc.com) ist ein Marktführer für mobile und netzferne Energieversorgung auf der Basis der Brennstoffzellentechnologie für Anwendungen im Freizeit, Industrie- und Verteidigungsbereich. Als einer der Technologiepioniere Deutschlands wurde SFC mit zahlreichen Innovationspreisen ausgezeichnet. SFC kooperiert mit führenden Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Brennstoffzellenfirmen, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden oder subventionierte Demonstrationsanlagen betreiben, hat SFC bereits seit über fünf Jahren mit großem Erfolg über 18.000 voll kommerzialisierte Brennstoffzellen an Industrie- und Endverbraucherkunden verkauft. Ebenso verfügt das Unternehmen über eine etablierte, funktionierende Tankpatroneninfrastruktur. SFC ist zertifiziert nach DIN ISO 9001:2008. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Brunnthal, Deutschland, und betreibt eine Vertriebs- und Serviceniederlassung in den USA. Die SFC Energy AG notiert im Prime Standard der Deutschen Börse (WKN 756857).
Initiative „Satellite Navigation Berchtesgadener Land“
Aktuell umfasst die Initiative (www.satnav-bgl.de) rund 30 öffentliche Institutionen, Firmen, Forschungseinrichtungen und Bildungsstätten. Darunter befinden sich u.a. das Fraunhofer IML Prien und die proTime GmbH. Wichtige und florierende Vernetzungen der Initiative bestehen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem GNSS NETWORK GERMANY oder auch BavAIRia. Die Initiative SatNav BGL nimmt so an überregionalen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben teil. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land fungiert hier als Schnittstelle und bietet im Rahmen der Initiative eine Serviceplattform an.
Pressekontakte:
Fraunhofer IML
Nicole Wagner
Projektleiterin Informationslogistik
Joseph-von-Fraunhofer-Str.9
D-83209 Prien am Chiemsee
Tel.: +49 (0)8051 901113
Fax: +49 (0)8051 901111
Email: nicole.wagner@prien.iml.fhg.de
mobiletec GmbH
Andreas Trattler
Geschäftsführer
D-83379 Wonneberg
Tel.: +49 (0)8681 4719928
Fax: +49 (0)8681 4719930
Email: andreas.trattler@mobiletec.biz
SFC Energy AG
Claudia von Junker und Bigato
Public Relations
Eugen-Saenger-Ring 7
D-85649 Brunnthal
Tel.: +49 (0)89 673 592-377
Fax: +49 (0)89 673 592-169
Email: claudia.junker@sfc.com


